Ein Land von der Kleinheit der Schweiz könnte einfach flach sein, oder gebirgig, oder hüglig. Die Schweiz ist alles miteinander.
Von Südwest nach Südost zieht sich die mächtige Barriere der Alpen durch das Land, gekrönt von 48 Viertausendern. Auf der Strasse überwinden viele Alpenpässe mit unzähligen Serpentinen und Tunneln das Alpenmassiv. Die längsten Eisenbahn-Tunnels Europas durchqueren es von Norden nach Süden, allen voran der neue Lötschberg-Basistunnel mit seinen 34,6 Kilometern Länge. Unzählige Bahnen, Postautolinien, Zahnrad- und Schwebebahnen erschliessen selbst entlegene Täler und Höhen bis hinauf in den ewigen Schnee.
Fast der ganzen Nordwestgrenze des Landes entlang zieht sich der Jura, ein hügliges Faltengebirge mit dunklen Wäldern und grünen Weiden. Die Schweizer Heimat der Dinosaurier, deren Spuren man noch heute im kalkigen Felsgestein finden kann. Höhenmässig ist der Jura mit den Alpen nicht zu vergleichen: Selten ist man hier viel höher als 1'200, im Durchschnitt etwas über 700 m.ü.M.
Ganz flach ist selbst das Mittelland nicht. Es beginnt im Westen dort, wo man vom Genfersee her die Rampe zu seinen durchschnittlichen 580 Höhenmetern überwunden hat. Hier reihen sich viele der grösseren Städte auf, von Freiburg im Westen bis Romanshorn im Osten, mit Zürich in der Mitte. Im Mittelland fliessen die Flüsse breiter und langsamer und die Häuser stehen näher beieinander, entlang dem grossen Verkehrsnetz von West nach Ost und von Nord nach Süd.
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