Die Ostschweiz, obwohl geografisch Teil des Mittellandes, verdient ihr eigenes Kapitel. Von Zürich aus nach Osten dem Bodensee zu, hat man nach Winterthur das Gefühl, die Industriezentren des Mittellandes hinter sich zu lassen. Es wird richtig ländlich. Und doch hat hier die Schweiz als Industrienation ihren Ursprung. Im 19. Jahrhundert war es hier wie im Jura: Die ländliche Bevölkerung brauchte im Winter eine Beschäftigung, mit der sie die kalte Jahreszeit überbrücken konnte. Die Textilindustrie sprang in die Lücke. Von ihr sieht man allerdings als heutiger Reisender nicht mehr viel, obwohl zum Beispiel die Sankt Galler-Stickerei noch heute weltberühmt ist. Dafür entdeckt man auf dem Weg von Winterthur nach Romanshorn am Bodensee die sanften Hügel des Thurgau, auf denen im Frühjahr die Apfelbäume um die Wette blühen. Oder, auf der Fahrt über St. Gallen nach Rorschach, die ersten typischen Appenzeller Bauernhäuser, auf den etwas buckligeren Hügeln des Appenzellerlandes. Buchstäblich eine bildschöne Landschaft, wie auf den Bildern der berühmten Bauernmaler aus der Gegend.
Wenn Sie Schaffhausen, die westlichste Stadt der Ostschweiz zum Ausgangspunkt Ihrer Entdeckungsfahrt in der Region machen, gibt es im Swiss Travel System einen Geheimtipp: Die Schifffahrt auf dem Rhein und dann durch den Untersee nach Kreuzlingen am Bodensee. Sogar in der Schweiz gibt es nur wenige Landschaften, die so lieblich und romantisch sind wie diese. Und vom Schiff aus kann man sie voll geniessen. Von Kreuzlingen bis Rorschach, am östlichen Ende des Sees, führt die Bahnlinie am Ufer des Bodensees entlang. Von da eröffnen sich immer wieder atemraubende Ausblicke auf den See. Falls Sie es nicht vorziehen, in Kreuzlingen auf ein grösseres Schiff umzusteigen und das „Schwäbische Meer“ zu Wasser zu erleben.
Vielleicht fahren Sie dann am anderen Tag von Rorschach über Sargans nach Chur. Den Voralpen der Ostschweiz entlang, auf dem Weg zum Ausgangspunkt einer Weiterreise in die Bündner Alpen. Kommen Sie mit in die Alpen-Region >


